Über 110 Jahre Stromlieferant für Mamming

Am Anfang stand eine Vision – Alle Bürger der Gemeinde sollten Zugang zu Elektrizität erhalten!

Noch bevor die großen Energieversorger damit begonnen haben ein Versorgungsnetz aufzubauen, waren es kleine Firmen wie wir, die ihre ersten Kunden mit Strom versorgten.

In den Anfängen der Elektrizität erforderte es viel Überzeugungskraft, die Menschen zum Einsatz der modernen Energie zu bewegen.

Um diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen, mussten wir finanziell erheblich in Vorleistung gehen und sowohl den Stromanschluss als auch die Installation beim Kunden bereitstellen.

Als Energiequelle diente damals wie heute der Mühlbach.

Trotz vieler Probleme in der Anfangszeit, dem Mangel an Material und Arbeitskräften und den damit einhergehenden Problemen beim Netzausbau, vollzog sich aufgrund des unermüdlichen unternehmerischen Einsatzes der Aufstieg unseres Unternehmens stetig.

Immer wieder war es nötig das Unternehmen neu auszurichten und neue Sparten zu gründen und sich von unrentablen Sparten zu trennen. Bis heute wird nach dem Leitsatz gehandelt: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.

Aus diesem Grund machen wir uns schon heute Gedanken unsere Unternehmen fit für die Zukunft aufzustellen.

Chronologische Meilensteine unseres Unternehmen

1907

1908

1926

1928

1941

1943

1945

1946

1952

1957

1960

1961

1962

1985

1998

2007

2008

2010

2011

2015

2016

2019

Am 17. November 1907 wurde der erste Konzessionsvertrag mit der Gemeinde Mamming abgeschlossen.

Es wird eine Wasserturbine mit 40 KW eingebaut und die Stromversorgung mit einer Betriebsspannung von 3KV/110V beginnt.

Ebenfalls wird die Mühle in Betrieb genommen und die Bevölkerung kann mit Mehl versorgt werden.

Wir haben einen 50 PS Dieselmotor angeschafft um bei Ausfall des Wasserkraftwerks die Versorgung mit Strom zu sichern.

Wir stellen das Niederspannungsnetz von 110 V auf 220/238 V um.

Die Rohölzuleitung wird gesperrt und es erfolgt der Anschluss ans Überlandnetz.

Die Zeiten des “Inselbetriebs” ist vorbei. Am 7. Januar 1943 wird zum ersten Mal Strom durch die OBAG zugeliefert.

Der zweite Weltkrieg geht nicht spurlos am Unternehmen vorbei. Im April 1945 wird die Isarbrücke gesprengt und das 3KV-Kabel zerstört und damit die Stromversorgung unterbrochen. Auch an den Versorgungseinrichtungen entstehen große Schäden durch Artilleriebeschuss.

Im Juni 1945 sind die Schäden soweit behoben, dass die Versorgung mit Strom wieder aufgenommen werden kann.

Das Sägewerk hat nun Hochbetrieb, da die Nachfrage an Bauholz, zum Wiederaufbau nach dem Krieg, stark gestiegen ist.

Das Wasserkraftwerk bekommt eine neue Francis Turbine und auch das Gerätehaus wird erneuert.

Die letzen Kunden im Außenbereich werden an das Niederspannungsnetz angeschlossen.

Die Übertragungsspannung wird von 3 KV auf 20 KV umgestellt.

Der Mühlenbetrieb wird eingestellt.

Ein neuer Betriebszweig wird erschlossen. Von nun an führt das Unternehmen Elektro-Installationen durch.

Um den Spitzenlastbetrieb zu gewährleisten werden Dieselmotoren und ein Lastkontrollsystem eingebaut.

Nun wird auch der Sägewerksbetrieb eingestellt.

Mit der 5. Generation ist das Elektrizitätswerk nun 100 Jahre im Besitz der Familie Schmid. Das muss natürlich gefeiert werden.

Die Fischtreppe wird zur ökologischen Verbesserung der Wasserkraftanlage gebaut.

Johann E. Schmid übernimmt in der 5. Generation die Geschäftsführung.

Ab 2010 beschaffen wir unsere Energie zusätzlich über die Strombörse und beginnen die Versorgung auch außerhalb unseres Netzgebietes.

Die Haupteinspeisung wird nach Mamming umgelegt.

Unsere Notstromaggregate werden an den Regelenergiemarkt angeschlossen.

Wir erschließen einen neuen Geschäftszweig: Mit dem Einbau userer Blockheizkraftwerke starten wir die Nahwärmeversorgung.

Ein weiterer Geschäftszweig bietet neue Möglichkeiten. Wir verlegen nun auch Speedpipes für Breitband-Glasfaseranschlüsse in unserem Netzgebiet.